Eiltransport: Nabelschnurblut von Sizilien in die Schweiz
Extrem zeitkritisches, weil „frischesensibles“ Transportgut trotz Flugzeugschaden rechtzeitig in der Nabelschnurblutbank angekommen. Auszug aus einer Pressemitteilung der time:matters GmbH.
Viele Ärzte und Wissenschaftler raten werdenden Eltern, das Nabelschnurblut ihres Kindes konservieren und aufbewahren zu lassen, da dieses Blut wertvolle Stammzellen enthält, die dem Kind unter Umständen eines Tages eine lebenswichtige Behandlung ermöglichen könnten. Erkrankt das Kind beispielsweise an Leukämie oder einer anderen lebensbedrohlichen Krankheit, können die Nabelschnurblut-Stammzellen als „therapeutische Lebensretter” eingesetzt werden.
Als potenziell gesundheitserhaltende „biologische Lebensversicherung” für das Neugeborene muss das Blut der Nabelschnur unmittelbar nach der Geburt fachgerecht konserviert werden, um es sodann in einer Nabelschnurblutbank einzulagern. In Europa gibt es mehrere solcher Blutbanken; eine davon hat ihren Sitz im südschweizerischen Ort Manno, in unmittelbarer Nähe von Lugano und damit direkt an der italienischen Grenze. Insbesondere Eltern aus Italien sind es, die hier das Nabelschnurblut ihrer Neugeborenen einlagern lassen.
Die Beförderung des Blutes aus den verschiedenen Regionen Italiens nach Manno setzt reibungslose logistische Abläufe voraus - denn aus „Frischhaltegründen” sind die Transporte extrem zeitkritisch: Maximal 48 Stunden dürfen zwischen der Nabelschnurblut-Entnahme und dem Einfrieren („Kryokonservierung”) vergehen. In puncto Transportlogistik arbeitet die südschweizerische Blutbank in der Regel mit einem großen europäischen Express-Dienstleister zusammen. Dessen Service steht jedoch an Wochenenden nicht zur Verfügung, so dass immer dann das Unternehmen time:matters beauftragt wird. time:matters, ein zur Lufthansa-Konzernfamilie gehörender Spezial-Dienstleister für Sameday-, Kurier- und Notfall-Logistik, bekam es kürzlich mit einer besonders kniffligen Situation zu tun:
Das Kind, dessen Nabelschnurblut eingelagert werden sollte, kam am 11. Juli, einem Freitag, vormittags zur Welt, und zwar in der sizilianischen Stadt Agrigent, etwa 130 Kilometer von der Inselhauptstadt Palermo entfernt. Bereits einige Zeit vor der Geburt hatten die Eltern der Blutbank den Einlagerungsauftrag erteilt, der auch die Vor-Ort-Abholung des Blutes umfasste. So erreichte der Anruf der Klinik am frühen Nachmittag dieses Freitags die Logistikexperten in der time:matters-Niederlassung in Zürich. Von dort aus wurde einem Kurier, der bereits zuvor von der deutschen time:matters-Zentrale in Bereitschaft versetzt worden war, das „Go!” erteilt: Unverzüglich machte er sich auf den Weg nach Sizilien. Geplant war, dass der Kurier zunächst um 18.40 Uhr von Frankfurt aus nach Mailand fliegen sollte, um am dortigen Flughafen Linate um 21.20 Uhr in einen Flieger nach Palermo umzusteigen. Die Entgegennahme des Blutbehälters in der Agrigenter Klinik war für etwa 2.00 Uhr nachts vorgesehen, so dass die Übergabe der Lieferung an die Blutbank in Manno am folgenden Mittag hätte stattfinden können.
Damit ist der Bericht noch nicht beendet. Bei Interesse lesen Sie bitte hier weiter ==> Link zur vollständigen Pressemitteilung der time:matters GmbH.
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